Hüttenbrennen in Idenheim | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Hüttenbrennen in Idenheim

Jedes Jahr ist es am ersten Sonntag nach Karneval so weit: die Idemer Scheefjungen haben alles vorbereitet um ein großes Holzkreuz mit Stroh zu umwickeln, welches auf unserem Brauchtumsplatz "op der Hieh" aufgestellt und am Abend angezündet wird. Mit dem brennenden Holzkreuz wird nach altem Brauchtum der Winter verbrand.

Zur Tradition des Hüttenbrennens gehörte früher auch, dass die Scheefjungen neben der für das Holzkreuz erforderlichen Holzstange im gemeindeeigenen Wald einen weiteren Baum fällten, der meistbietend für Bauholz am Abend des "Scheefsundisch" versteigert wurde. Da der Bedarf sich gewandelt hat, bereiten die Scheefjungen heute im gemeindeeigenen Wald gefällte Bäume für Brennholz auf. Das auf Raummeter am Dorfplatz aufgestapelte Spaltholz versteigern die Scheefjungen meistbietend, bevor das Holzkreuz angezündet wird.

Nach Versteigerung und Hüttenbrennen versammeln sie sich um die im Dorf nach altem Brauch gesammelten Eier und Speck zu verzehren. Die Speisen werden von dem im Dorf zuletzt getrauten Brautpaar zubereitet.

Viele Idenheimer Bürger und Bürgerinnen zeigen durch ihre Anwesenheit sowohl bei der Versteigerung als auch beim Verbrennen der "Hött" ihre Verbundenheit zur Brauchtumspflege. So ist der „Scheefsunndisch“ alljährlich eine gelungene und lustige Veranstaltung sowohl für die „Scheefjungen“ als auch die Dorfgemeinschaft.

Den "Scheefjungen" und den Brautpaaren sei Dank, dass dieser schöne Brauch in unserer Gemeinde lebendig bleibt!